Auch nach 60 Jahren sorgt Adolf Hitler immer noch für Ärger. Ich meine nicht, die intelligenzmässig impotenten Haarlosen, die ihm immer noch hinterherjubeln, nein, diesmal ist es eine Wachsfigur von dem Weichkeks Hitler.
Die Figur ist, oder besser war, in einem Museum in Berlin ausgestellt. Klar, dasss sich da erst mal der Zentralrat der Juden in Deutschland empören muss. So sagt Paul Spiegel: "Unter dem Deckmantel der Kunst kann man nicht Verbrecher mit Größen der Geschichte auf eine Stufe stellen." Gut, darüber kann man ja diskutieren, aber wenn der sich über Hitler aufregt, warum macht er das nicht auch über Stalin und Honecker, die beide auch in dem Museum ausgestellt sind? Er impliziert also, dass Stalin und Honecker Grössen der Geschichte seien. Das ist eine interessante Einstellung und zeigt, dass auch 60 Jahre nach der Nazizeit die Vergangenheit nicht ruhen darf. Gut, man darf nicht vergessen, was passiert ist, aber dass der Zentralrat immer wieder den Finger hebt und dann alle kuschen, ist dann doch recht ärmlich. Na ja, wenn Israel was von Deutschland will (Geld, Waffen, etc.), dann müssen die ja auch nur mit der Nazikeule kommen und schon kuscht die deutsche Regierung.
Auf Shortnews.de ist aber auch zu lesen, dass das Museum die Figur entfernt hat, weil befürchtet wird, dass Neonazis da hinpilgern. Möglicherweise ist das nur eine Schutzbehauptung, andererseits aber auch nachvollziehbar. Nicht auszudenken, wenn da Horden von gröhlenden Glatzköpfen rumlungern. Aber bestimmt werden dafür dann ehemalige SED-Bonzen dort hinpilgern, um sich den alten Honni anzugucken. Ob Angela Kasner auch unter den Besuchern sein wird?
Freitag, 4. Juli 2008
Ärger um Hitler
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