Diese Frage stelle ich mir, wenn "zufällig" einen Tag vor der Einführung der Zensur ein LKA (in diesem Falle Baden-Württemberg) eine Pressemitteilung verbreitet, in der behauptet wird, man habe einen Tauschring von KiPo ausgehboben. So tickert SpiegelOnline:
Die Ermittlungen zogen sich über Monate hin, waren am Ende aber offenbar außerordentlich erfolgreich. Wie das Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart am Donnerstag mitteilte, ist es Ermittlern der Behörde gelungen, eine Tauschbörse für kinderpornografische Filme im Internet offen zu legen. Weltweit müssten nun mehr als 9.000 Besitzer einschlägigen Materials mit Anzeigen rechnen, viele davon in Deutschland. Bundesweit stellten die Beamten etwa tausend Anschlüsse fest, über die kinderpornografische Darstellungen verbreitet worden sein sollen.
Ich halte das eher für eine geschickt platzierte Lüge, um dem Michel beizubringen, dass ab Morgen das Internet auf Druck von der Zensurministerin von der Leyen und ihrem "ehrenwerten" Kollegen Schäuble, sowie seinen besten Mitarbeiter Ziercke zensiert werden muss.
Bekanntermassen hat von der Leyen schon bei den Statistiken gelogen, dass sich die Balken biegen.
[Update]
Hier kann man sich das PDF der Pressemitteilung runterladen. Besonders interessant ist nicht das seltsame Gesülze von wegen "wie kann man die Kinder mit Hilfe von Filtersoftware" schützen, sondern die Eigenschaften des PDFs:
(Microsoft Word - Entwurf_012_Erneuter_Schlag_gegen_P\344dokriminelle.doc)
Das wichtige Wort habe ich mal fett hervorgehoben! Ausserdem wurde an dem PDF nachträglich noch rumgebastelt. Vielleicht mussten ja die Zahlen noch medienwirksam aufgebrezelt werden.




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