Auch wenn es am 1. Mai sehr viele Chaoten nach Berlin und Hamburg zieht, einem Demonstranten, der auf dem Boden liegt, mit schwerem Schuhwerk ins Gesicht zu treten, gehört sich nicht.
In dem Video (das übrigens bei YouTube zensiert ist), sieht man, wie ein Polizist zunächst über einen auf dem Boden sitzenden Demonstranten springt und sich - um nicht selbst zu stürzen - kurz auf der Schulter des Demonstranten abstützt. Bis hierhin noch alles in Ordnung, zumal der Polizist den Demonstranten noch schützt.
Ärgerlich wird es erst, als der folgende Polizist, der dem ersten in knapp 2 Metern Abstand folgt, den Demonstranten errreicht:
Der Polizist sieht den Demonstranten auf dem Boden und tritt mit vollem Schwung dem Demonstranten ins Gesicht. Dass das kein Versehen ist, sieht man daran, dass der Polizist den Demonstranten anguckt und die Bewegung des Beines auf einen absichtlichen Tritt schliessen lässt (so jedenfalls habe ich noch nie einen Menschen laufen sehen und ich habe jahrelang Kampfsport gemacht, um das durchaus beurteilen zu können). Und mal angenommen, es sei ein Versehen gewesen, so hätte der Polizist sich wenigstens um den Demonstranten kümmern sollen. Stattdessen ist er einfach weitergelaufen.
Zwar wird jetzt wegen dieser Sache ermittelt, aber ich glaube, das wird wieder im Sande verlaufen, weil kein Polizist etwas gesehen haben will. Auch nicht die Polizistin (ich gehe mal auf Grund der Figur von einer Polizistin aus), die links neben dem tretenden Polizisten zu sehen ist.
Leider zeigt sich hier mal wieder, dass es wichtig ist, dass Polizisten, die auf Demos und bei Randalen eingesetzt werden, irgendwie ein eindeutiges, individuelles Erkennungszeichen tragen müssen. Zum Beispiel durch aufgenähte Schilder an den Uniformen. Gerade die Polizei in Berlin wehrt sich ja immer noch (leider) erfolgreich gegen Namensschilder.




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